Fotobuch bei Saal Digital erstellen

Fotobücher kommen immer mehr in Mode, jedoch ist die Qualität der einzelnen Anbieter recht unterschiedlich und war bisher mit echten Fotos, was die Bildschärfe und Langlebigkeit betrifft nicht vergleichbar. Bisweilen werden aus nur 4 Grundfarben alle anderen gemischt, was viele ambitionierte Hobbyfotografen davon abhielt, ihre Bilder ins Buchformat zu bringen. Bei einigen Fotobuch Anbietern ist es erstmals möglich, seine Bilder in bester Fotoqualität drucken zu lassen. Laut Hersteller werden die Seiten im neuen purePhoto-Verfahren hergestellt und sollen alles bisherige, was Papier und Druckqualität angeht, in den Schatten stellen.

 

Mit diesem Verfahren werden die Fotos auf hochwertigem fingerabdruckhemmenden Fotopapier in 16,7 Millionen Farben belichtet. Eine spezielle Bindung ist ideal für Panoramaaufnahmen geeignet, da es keine störende Wölbung in der Mitte des Buches gibt und somit plan aufliegt. Siehe Fot.

 

Spezielle Bindung ist ideal für Panoramaaufnahmen
Spezielle Bindung ist ideal für Panoramaaufnahmen

Für diejenigen, die auch gerne ein echtes Fotobuch ohne vorgefertigtes Layout erstellen möchten, habe ich hier mal einige Tipps niedergeschrieben. Ich habe mein Buch völlig frei gestaltet, das heißt ohne die vom Hersteller angebotenen Stilvorlagen. Wer sich die Software anschaut, wird schnell bemerken, dass diese nicht viel Freiraum für eigene Ideen lässt. Die Software benötigt man dennoch, mit dieser werden später die einzelnen Seiten hochgeladen

 

1. Welchen Anbieter ?

Als erstes muss man sich für einen Anbieter entscheiden. Es gibt momentan einige, die Fotobücher mit echtem Fotopapier anbieten. Ich habe mein Buch bei der Firma Saal-Digital in Auftrag gegeben. Dort lasse ich schon seit einiger Zeit meine Fotos belichten und bin was Schnelligkeit und Qualität betrifft immer zufrieden gewesen. Zudem arbeitet Saal-Digital mit Farbmanagement, das garantiert farbgenaue Foto.

2. Installieren der Fotobuch Software

Nun installiert ihr die Software von der Anbieterseite. Wenn ihr den normalen Weg geht, also die Bilder in die vorgegebenen Layouts einfügt, ist die Software selbsterklärend und ihr seid relativ schnell fertig. Wir möchten jedoch alles selber gestalten und somit nutzen wir später das Programm nur zum übertragen der fertigen Seiten.

3. Wahl der Buchgröße

Das ist Geschmackssache. Vielmehr muss darauf geachtet werden, dass die Pixelanzahl für die Größe der importierten Bilder ausreichend ist. Die Abmessungen sind dennoch ein wichtiges Thema, hier sollte sehr gewissenhaft gearbeitet werden. Fehler können nach der Übertragung nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Wenn die Software gestartet ist, könnt ihr als Erstes das Produkt auswählen (Kalender, Fotobuch oder Leinwand). Nach klick auf Fotobuch wird das Format bestimmt. Ich habe das momentan größte genommen also 28x42 cm 26-74 Seiten. Die Seitenzahl kann jederzeit erhöht werden (gegen Aufpreis). Jetzt sieht man schon das Cover (Buchdeckel) und die einzelnen leeren Seiten des Buches. Im unteren Teil steht die genaue Abmessung in meinem Fall 846x276 mm. Aus drucktechnischen Gründen wird von diesen Maß 3mm abgeschnitten. Dieser Verschnitt ist in den unten angegebenen Abmessungen schon enthalten. Ihr müsst also nichts abziehen oder anrechnen.

 

Keine sichtbare Falz
Keine sichtbare Falz
  • 28x28 Cover 24+2 569,5x288
  • 28x28 Cover 36+2 571,5x288
  • 28x28 Cover 48+2 573,5x288
  • 28x28 Innenseite 546x276
  • 19x19 Cover 24+2 399,5x203
  • 19x19 Cover 36+2 401,5x203
  • 19x19 Cover 48+2 403,5x203
  • 19x19 Innenseite 376x191
  • 19x28 Cover 24+2 589,5x206
  • 19x28 Cover 36+2 591,5x206
  • 19x28 Cover 48+2 593,5x206
  • 19x28 Innenseite 566x194
  • 28x21 Cover 24+2 449,5x288
  • 28x21 Cover 36+2 451,5x288
  • 28x21 Cover 48+2 453,5x288
  • 28x21 Innenseite 426x276
  • 28x42 Cover 48+2 873x288
  • 28x42 Innenseite 846x276

4. Erstellen der Seiten + Buchdeckel

Erstellt nun in einem Grafikprogramm eurer Wahl (Inskcape, Photoshop, ect.) eine neue Doppelseite mit den gewünschten Maßen. Z.b. 846x276 mm und 300dpi. Die DPI ist abhängig vom Anbieter, Saal-digital belichtet beispielsweise mit den angegebenen 300 dpi. Jetzt könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen. Durch die besondere Bindung ist es möglich, Bilder auch direkt in der Mitte zu platzieren. Sie sind später trotzdem gut zu sehen. Ideen für das Anordnen der Bilder lassen sich im Internet finden.

 

Zwei Dinge sollten jedoch beherzigt werden. Wählt einen neutralen Hintergrund, der nicht von den eigentlichen Bildern ablenkt. Da es ein Fotobuch werden soll, übertreibt nicht mit dem Text. Ich habe um jedes Bild einen dünnen weißen Rahmen mit einer leichten Schattierung gesetzt. Das hebt die Bilder noch stärker vom Hintergrund und lässt das Buch dynamischer wirken. Als letzten Schritt designt ihr den Buchdeckel.

 

Hier ist darauf zu achten, dass dieser etwas andere Abmessungen hat. In meinem Fall 873x288 mm. Unten findet ihr die Maßtabelle, die wohl vom Anbieter selber stammt. Ich habe diese so im Netz gefunden und übernehme dafür keine Garantie. Mein Buch ist jedenfalls genau so gedruckt worden, wie ich es erstellt habe.

 

Saal Digital Fotobuch
Saal Digital Fotobuch

5. Importieren der fertigen Seiten

Fotobuch Saal Digital
Fotobuch Saal Digital

Sind die Seiten fertig entworfen, speichert alle einzeln in bester Qualität und im srgb oder rgb Farbraum ab. Nun importiert ihr die Seiten in die Fotobuch Software. Entfernt die vorbelegten Bildplatzhalter von den leeren Buchseiten (markieren und entfernen drücken). Zieht dann die erstellten Doppelseiten auf die jeweiligen leeren Seiten des Buches.

 

Sie wurden jetzt als Hintergrundbild der Buchseiten gelegt und transparent dargestellt. Zum Abschluss setzt bei jeder Seite die Transparenz auf 0 und entfernt, wenn gewollt die Farbanpassung unter Extras -> Farbanpassung entfernen. Ich habe vorne und zum Abschluss jeweils eine zusätzliche Seite eingefügt und diese auf der linken bzw. rechten Seite leer gelassen. Ich finde dass sieht besser aus, wenn die erste Seite des Buches nicht gleich mit Bilder beginnt.

 

Schlechte Qualität in der Vorschau

Wundert euch nicht, dass die Bildqualität der angezeigten Seiten miserabel dargestellt wird. Die Seiten werden zwar von dem Programm etwas runter komprimiert, das gelieferte Ergebnis ist aber dennoch perfekt. In der Vorschau lässt sich bei 100%er Ansicht überprüfen, ob die Ausrichtung der Seiten stimmen.

 

Das Buch ist angekommen

Es ist so weit, das Fotobuch ist angekommen. Voller Spannung packe ich das gut uns sicher gelieferte Buch aus. Der erste Eindruck ist schon mal super und die Größe beeindruckend. Der Buchdeckel ist sauber verarbeitet, die Farben und die Position der Bilder sehen perfekt aus.

 

Beim Blättern geht das Staunen weiter. Die Seiten machen einen extrem stabilen Eindruck und sind ungefähr so dick wie zwei normale Fotos. Das Papier ist ähnlich wie Porträt-Silk Papier und macht Dank der speziellen Oberflächenstruktur einen sehr wertigen Eindruck, zumal es keinerlei Fingerabdrücke hinterlässt. Die Panoramas, in meinem Buch sind für mich persönlich das Highlight. Randlos und über die volle Fläche präsentieren sich meine Landschaftspanoramen auf beeindruckenden 84 cm. Durch die spezielle Bindung ist kaum ein Übergang sichtbar. Das sieht echt genial aus.

 

Erst die zweite Seite bedrucken
Erst die zweite Seite bedrucken

Fazit

Ich bin von der Qualität begeistert und werde meine Urlaubsfotos nur noch auf diese Art präsentieren. Vielleicht war der ein oder andere Tipp dabei, ich wünsche euch jedenfalls viel Spaß beim Erstellen eures eigenen Fotobuches.