Fast jeder Discounter oder Drogerie Markt bietet heutzutage einen Bilderdienst an. Komfortabel sind sie (mehr oder weniger) alle. In Sachen Preis und Qualität gibt es doch gravierende Unterschiede. Ich habe schon bei mehreren bestellt und möchte hier kurz meine Erfahrungen berichten.
Viele ärgern sich über schlechte Qualität ihrer ausbelichteten Bilder und machen sofort den Bilderdienst dafür verantwortlich. Entweder stimmen die Farben nicht, die Bilder sind beschnitten oder einfach nur zu dunkel. Zum Thema beschnittene Bilder habe ich hier einen kleinen Artikel geschrieben.
Nicht immer ist der Onlinedienst dafür verantwortlich, in einigen Fällen ist es der Anwender selbst. Um die grundlegenden Fehler zu vermeiden, beachtet bitten folgende Punkte:
Farben stimmen nicht mit Monitor überein: damit die Farben der ausblichteten Fotos mit denen des eigenen Monitors übereinstimmen, müssen die Fotos mit im richtigen Farbraum zum Anbieter übertragen werden. In der Regel werden die Bilder im srgb bzw. im rgb Farbraum belichtet. Kann auf der Webseite des Anbieters nachgelesen werden. Sendet ihr die Bilder in einem anderen Farbraum, wie z.B. im CMYK oder im Adobe Farbraum, werden die Fotos in falschen und unnatürlichen Farben gedruckt. Dann hat z.B. die Wiese einen Gelbstich oder der Himmel erscheint leicht Lila.
Achtet darauf, dass euer Monitor richtig eingestellt ist (Kontrast, Helligkeit) – idealerweise kalibriert ihr ihn mit einer Kalibrierungs-Hardware. Wie eine Hardwarekalibrierung funktioniert und welche Kosten entstehen, kann hier nachgelesen werden. Monitor kalibrieren
Sendet die Bilder in ausreichender Qualität zum Fotodienst. Alle Anbieter haben eine Qualitätskontrolle auf ihrer Seite, diese zeigt euch sofort an, wenn ihr ein Bild in zu geringer Auflösung hochladen möchtet. Mit dem Pixelkalkulator kann überprüft werden, welche Auflösungen für optimale Fotos benötigt werden. Pixelkalkulator
Möchtet ihr eine sehr große Anzahl Bilder zum ersten Mal von einem neuen Onlinefotodienst ausbelichten lassen, empfehle ich euch vorerst nur ca. 10 Bilder entwickeln zu lassen. Ist die Qualität in Ordnung, könnt ihr die restlichen Urlaubs Fotos von diesem Anbieter drucken lassen. Lieber zweimal Versandkosten zahlen, als sich später über Hunderte qualitativ schlechte Fotos zu ärgern.Ich kann davon ein Lied singen.
Die meisten Bilderdienste optimieren die Fotos vor dem drucken. Die Farben werden verstärkt, sie werden evtl. aufgehellt und nachgeschärft. Das ist aber nicht immer gewollt, schon gar nicht, wenn die Bilder bereits mit einer Bildbearbeitungssoftware optimiert wurden. In diesem Fall muss die Optimierung in der Übertragungssoftware abschalten werden. (Achtung: diese lässt sich nicht bei jenem Anbieter abschalten).
Eine Übersicht mit Informationen einiger Fotodienstleister findet ihr auf der Seite: www.bessere-bilder.de unter folgenden Link, auch sonst ist die Page sehr informativ. Liste von Dienstleistern
Info: da die Online-Bilderdienste die Fotos nicht selber entwickeln bzw. drucken, kommt es vor das mehrere Bilderdienste ("Schlecker", "Drospa") die Bilder im gleichen Großentwicklungslabor drucken lassen.