Sicherlich habt ihr euch schon mal gefragt, warum einige Bilder bei der Ausbelichtung (Entwicklung) beschnitten werden. Alle Amateur-Digitalkameras speichern die Fotos im Seitenverhältnis 3:4 (bei der analogen Fotografie ist es 2:3) ab. Die meisten Fotolabore haben Ihre Entwicklungsmaschinen auf das analoge bzw. das bei Profikameras übliche Seitenverhältnis 2:3 eingestellt. Manche Labore schneiden die Fotos einfach auf das 2:3 Format zurecht, bei anderen ist zwar das ganze Motiv sichtbar aber mit einem weißen Rand versehen. Möchtet ihr nun eure Bilder randlos in der von euch bestellten Größe entwickelt bekommen, müssen diese für den Druck optimiert werden.
Für optimale Ergebnisse spielt nicht nur das richtige Seitenverhältnis eine große Rolle, auch DPI (dots per inch) und der richtige Farbraum ist für ein gut belichtetes Bild sehr wichtig. Auf DPI und Farbräume werde ich in separaten Artikeln näher eingehen. In diesem Tutorial möchte ich zeigen, wie Ihr eure Bilder für den Druck (Fotolabore) optimiert.
Es gibt Tools wie JPEGCrop die das Zuschneiden von mehreren Fotos bequem und verlustfrei in einem Rutsch erledigen. Ich möchte hier zeigen, wie ihr eure Bilder mit Photoshop optimieren könnt.
Öffnet ein Bild in Photoshop und wählt das Auswahlrechteck (1). Nun könnt ihr in der oberen Menüleiste die Art der Auswahl festlegen. Wir stellen das Menü auf Seitenverhältnis (2). Unter dem Punkt Breite und Höhe (3) stellt ihr nun euer gewünschtes Seitenverhältnis ein. Indem ihr mit der Maus über das Bild zieht, wird der passende Bildausschnitt ausgewählt. Jetzt müsst ihr das Bild noch zu Recht schneiden, dazu wählt unter (Bild) den Punkt (Freistellen). Zum Schluss das Ganze noch als Jpeg in bester Qualität abspeichern. (Datei - Speichern unter).
Bei dieser Methode bleiben die DPI unverändert. Daher möchte ich euch anhand einer zweiten Methode verdeutlichen, wie ihr die DPI genau auf das von euch gewählte Entwicklungslabor anpassen könnt. Als Erstes bringen wir in Erfahrung, mit wie viel DPI unsere Labor die Bilder drucken wird. (Nachzulesen auf der Webseite des Anbieters). Vorab sei gesagt, dass die meisten Labore mit 200 - 300 DPI belichten.
Das hört sich im ersten Moment nicht besonders viel an, aber durch besondere Techniken und spezielle Farben werden damit professionelle Ergebnisse erzielt. (Also bitte nicht mit deinem Tintenstrahldrucker vergleichen). Wenn ein Labor mit 300 DPI ausdruckt, bringt es also nichts, Bilder mit 600 oder mehr DPI hinzuschicken. Diese werden dadurch nicht besser (auch nicht schlechter), es ist nur größerer Zeitaufwand für die Übertragung notwendig. Andersrum, sendet ihr Fotos mit einem zu niedrigen DPI Wert, wirkt sich dieses Negativ auf eure Fotos aus.
Nehmen wir mal an, ihr möchtet eure Urlaubsfotos z.B. bei Schlecker entwickeln lassen. (Schlecker druckt mit 300 DPI). Öffnet ein Bild in Photoshop, und wählt diesmal das Freistellungswerkzeug (1). In der oberen Menüleiste kann nun bestimmt werden, in welcher Größe und mit wie viel DPI das Foto abgespeichert werden soll. Tragt bei Breite und Höhe (2) die gewünschte Bildgröße ein und bei Auflösung (3) 300 DPI. Achtet darauf das Pixel/Inch (4) ausgewählt ist.