
Heute steuern wir Miami an, das zweite Ziel unserer USA Reise. Um nicht noch einmal 60 $ für die Taxifahrt zu bezahlen, entschieden wir uns dieses Mal für die U-Bahn. Man fährt mit der Subway (U-Bahn) und steigt dann in den Air-Train um, der direkt bis zum Flughafen JFK fährt. Eine Fahrt kostet 5 $ pro Person und zusammen mit den 2,50 $ der Subway ist es entschieden billiger als mit dem Taxi. Bis hierher hat alles reibungslos geklappt. Momentan sitzen wir im Flugzeug, welches sich allerdings noch am Boden befindet. Theoretisch müssten wir seit 45 min auf dem Weg nach Miami sein. Wie schon bei anderen unserer Reisen gibt es auch dieses Mal wieder Verzögerungen. Heute gab es Probleme mit dem Triebwerk, naja wenn‘ s sonst weiter nichts ist.
Die Maschine ist wieder o.k. und wir sind mit 3 Stunden Verspätung endlich in der Luft. Den Umstand, dass ihr diesen Bericht jetzt lesen könnt, verdanken wir den Fähigkeiten der Flugzeugmechaniker. Vielen Dank Männer. Am Flughafen Miami mussten wir nun noch unseren Mietwagen abholen, was ca. 1,5 Stunden Anstehen bedeutete. Groß sollte er sein, alles andere war uns relativ egal. Beim Anstehen in der Warteschlange sah ich einen typisch amerikanischen Polizisten mit dunkler Sonnenbrille und ernster Miene, wie er einen alleinstehenden Koffer begutachtete. Er quasselte irgendetwas in sein Funkgerät, welches an seinen Schulterklappen befestigt war. Der Koffer gehörte dem Mann vor mir bzw. dessen Frau, die ihn einen Augenblick unbeaufsichtigt stehen gelassen hat. Der Mann, der vom Dialekt her aus Österreich kam, sprach sehr gut Englisch und erklärte dem Polizisten, dass der Koffer seiner Frau gehört. Er versuchte es jedenfalls, denn jedes Mal wenn er anfing zu reden, hob der Polizist ohne eine Miene zu verziehen den Zeigefinger und signalisierte damit, dass er erst einmal mit seinen Kollegen über Funk redet und er gefälligst die Klappe zu halten hat. Nachdem er mit funken fertig war, fragte der Cop in einem ziemlich harten Ton und wieder mit eiskalter Miene, wo seine Frau sei. Der Mann antwortete, dass sie nur kurz um die Ecke gegangen ist und gleich wieder käme.
weiter geht´s.
Die Maschine ist wieder o.k. und wir sind mit 3 Stunden Verspätung endlich in der Luft. Den Umstand, dass ihr diesen Bericht jetzt lesen könnt, verdanken wir den Fähigkeiten der Flugzeugmechaniker. Vielen Dank Männer. Am Flughafen Miami mussten wir nun noch unseren Mietwagen abholen, was ca. 1,5 Stunden Anstehen bedeutete. Groß sollte er sein, alles andere war uns relativ egal. Beim Anstehen in der Warteschlange sah ich einen typisch amerikanischen Polizisten mit dunkler Sonnenbrille und ernster Miene, wie er einen alleinstehenden Koffer begutachtete. Er quasselte irgendetwas in sein Funkgerät, welches an seinen Schulterklappen befestigt war. Der Koffer gehörte dem Mann vor mir bzw. dessen Frau, die ihn einen Augenblick unbeaufsichtigt stehen gelassen hat. Der Mann, der vom Dialekt her aus Österreich kam, sprach sehr gut Englisch und erklärte dem Polizisten, dass der Koffer seiner Frau gehört. Er versuchte es jedenfalls, denn jedes Mal wenn er anfing zu reden, hob der Polizist ohne eine Miene zu verziehen den Zeigefinger und signalisierte damit, dass er erst einmal mit seinen Kollegen über Funk redet und er gefälligst die Klappe zu halten hat. Nachdem er mit funken fertig war, fragte der Cop in einem ziemlich harten Ton und wieder mit eiskalter Miene, wo seine Frau sei. Der Mann antwortete, dass sie nur kurz um die Ecke gegangen ist und gleich wieder käme.
Der Cop ging daraufhin die Frau suchen und wir schauten uns alle etwas panisch an. Kurz darauf kam er alleine wieder, ging auf den Mann zu (alle dachten das jetzt sonst etwas passiert) und erzählte ihm, was für einen Schreck seine Frau bekommen hat und lachte sich einen ab. Dann erhob der Cop seine Hand und klatschte, alla "give me five", mit dem Mann ab. Puh, ich sage euch, echt cool die Cops hier. Ich hatte gedacht die sprengen den Koffer gleich in die Luft. Am New Yorker Flughafen wäre es aber mit Sicherheit anders abgelaufen. Unseren Mietwagen haben wir zuvor in Deutschland gebucht, was entschieden billiger ist, als diesen erst vor Ort zu mieten. Fest stand, dass es ein Wagen der Fullsize SUV Klasse ist, welches Fabrikat wir bekommen, ist aber noch offen. Nachdem wir am Schalter alle nötigen Unterlagen bekommen haben, konnten wir uns einen Wagen aus unserer Buchungsklasse vom Parkdeck aussuchen. Leider war unser Wunschwagen bereits vergriffen (vom Österreicher mit dem Bombenkoffer) (V8 Chevrolett Tahoe), so begnügten wir uns mit einem V6 Chevorlett Traverse 3,5 Liter 300 Ps).
Dem Wagen sind keinerlei Bedienungsanleitungen beigelegt, so mussten wir in Eigenregie selbst herausfinden, welche Schalter und Hebel für welche Funktionen zuständig sind. Aber Vorsicht, ein kleiner Knopf am Spiegel gedrückt, hat uns gleich telefonisch mit irgendeiner Zentrale verbunden. Bis heute wissen wir nicht, wozu der Knopf eigentlich nützlich war. Falls ihr auch eine USA-Reise plant, empfehle ich dringend ein Navigationsgerät mitzunehmen.
Solltet ihr keines euer Eigen nennen, mietet euch eines gleich bei der Buchung, oder kauft das Navi in den USA, was wahrscheinlich billiger kommt. Ich habe mir die Copilot USA Karte für mein Android-Handy aufgespielt und bin vollauf zufrieden damit. Ohne das Navi wären wir in manchen Situationen echt überfordert gewesen.
Wer sich in Amerika mit dem eigenen Auto fortbewegen möchte, sollte einige Dinge beachten. Ich habe mal ein paar Punkte, die mir einfallen, aufgeschrieben. Es kann natürlich von Bundesstaat zu Bundesstaat Abweichungen geben. Also bitte vorher genau erkundigen.
Dank Navi haben wir relativ entspannt durch den doch recht dichten Verkehr zu unserem Hotel gefunden. Nummer 3Die Tourenplanerin - Die Schwester meiner Frau und Nummer 4Der Übersetzer - Der Mann der Schwester meiner Frau wurden ins benachbarte Penguin Hotel einquartiert, welches sich nur wenige Meter von unserem befand. Kurz die Klamotten ins Zimmer und den Wagen parken. Übrigens Parken auf der Straße von Miami Beach ist so gut wie unmöglich. Das Parkhaus kostet 24.00 $ für eine Parkdauer von max. 24 Stunden. Sollte ein Parkhaus überfüllt sein, was öfters vorkommen kann, gibt es den Valet Parking Service. Ein Mitarbeiter parkt den Wagen in einem freien Parkhaus. Wir haben uns das mit unseren Leihwagen jedoch nicht getraut und mussten einmal ziemlich lange rumirren, bis wir einen freien Platz gefunden haben.
Unsere Unterkunft war ok, ich hätte mir aber gerade in Miami Beach etwas anderes vorgestellt. Der Geruch im Hotel erinnert ein wenig an einen billigen Duftbaum von der Tanke. Die Flaniermeile von Miami Beach, der Ocean Drive im Art Deco District, ist eine Welt für sich, allerdings nicht unsere. Hier zeigt sich, wer Geld hat oder tut zumindest so als habe er welches. Nach einem Porsche dreht sich in Miami Beach niemand mehr um. Die ganzen Profilneurotiker fahren die Strandpromenade auf und ab, nur um gesehen zu werden.
Harte Jungs auf lauten Motorrädern, Anzugträger in Corvettes und Lamborghinis, zeigen hier was sie bzw. der Papi erreicht haben. Ich finde es beruhigend, das es immer einen gibt, der noch mehr auf Tasche hat. So fuhr hinter einem schnöden Ferrari ein Bugatti Veyron mit über 1000 PS für ca. 1,3 Millionen €. In der Collins Avenue gönnten wir uns das erste Mal in diesen Urlaub ein leckeres Abendessen. Ich bestellte ein großes Steak mit Stampfkartoffeln, die anderen aßen Hähnchenfleisch und Nudeln.
Am Morgen unseres zweiten Tages in Miami Beach aßen wir in der Hotelhalle einen Toast mit Marmelade, denn mehr gibt es in Amerika in der Regel nicht zum Frühstück. Danach fuhren wir mit dem Auto nach Downtown Miami, wo uns ein Boot an den Häusern der Superreichen vorbeischippern sollte. Der Name der Insel ist hier Programm, Star Island nennt sich das Camp der Superreichen.
Bei einer Außentemperatur von ca. 30 Grad Celsius bestiegen wir den Ausflugsdampfer "Island Queen Cruises". Eine Fahrt kostet 26 $, Kinder bezahlen 17 $. Das Boot ist vollkommen überdacht, was für uns Europäer bei diesen Temperaturen natürlich von Vorteil war. Die Fahrt dauert 1,5 Stunden und wurde von einem Crewmitglied in Englisch und Spanisch kommentiert. So erfuhren wir, welche Besitzer sich hinter den luxuriösen Villen verbergen. Hier haben sich unter anderem Sylvester Stalone, Vanilla Ice, Gloria Estefan, Shakira, Ricky Martin und Shaquille O’Neal ihre millionenschweren Häuser hin bauen lassen. Shaquille O’Neal, einer der 50 besten NBA Basketballspieler aller Zeiten, hat nicht nur eine millionenschwere Villa, auch eine der größten und teuersten Jachten gehört ihm. Bei einer Körpergröße von 2,16 und einer Schuhgröße von 50, braucht er auch viel Platz. Aber er kann sich das ja auch leisten, sein Jahreseinkommen beträgt, jetzt haltet euch fest: 23.500.000 € das Gesamtvermögen wird auf sage und schreibe 5 Milliarden US Dollar geschätzt. Ich habe leider außer den Gärtnern keinen Promi entdecken können. Die teuerste Villa an dieser Wasserpromenade gehört übrigens einem Arzt. Bei einem Haus ist die Klimaanlage teurer als das eigentliche Gebäude, hier ist nämlich der gesamte Garten klimatisiert. Verrückte Welt.

Hier hat sich meine Zweitkamera wieder bezahlt gemacht. Auf der einen hatte ich das 80-200mm und die andere war mit meinem Tokina 12-24 mm Weitwinkel bestückt. So konnte ich auf dem schunkelnden Schiff, ohne nervigen Objektivwechsel stressfrei fotografieren. Nach der Bootsfahrt gönnten wir uns in der Bayside Marketplace noch zwei Kugeln Eis für 13.00 $, was umgerechnet stolze 9.00 € sind. In dieser Einkaufpassage befinden sich über 100 kleine Geschäfte. Hier steht auch das einzige Hardrock Café ohne die bekannte Gitarre vor dem Eingang. Zum Shoppen hatten wir bei dieser Hitze nicht wirklich Lust. Bevor es wieder zurück zum Hotel geht, wollten wir noch mit dem Miami-Dade-Metromover fahren. Eine elektrisch betriebene Hochbahn mit einer Gesamtstrecke von 4,4 Meilen (7,1 km) und 20 Stationen. Die Bahn fährt völlig fahrerlos und verbindet zahlreiche Bürogebäude und öffentliche Einrichtungen miteinander. Das Beste ist aber, eine Fahrt mit dieser Bahn ist kostenlos. Nun geht es aber zurück nach Miami Beach, dort angekommen wollten wir erst einmal was essen gehen. Ein kleines ruhiges Restaurant konnten wir in der Nähe unseres Hotels leider nicht finden, so mussten wir uns direkt am Ocean Drive in eine der zahlreichen Lokalitäten niederlassen.
Nach einer zweiten Nacht in den nicht besonders bequemen Betten aßen wir wie immer ein kleines süßes Frühstück und machen uns auf nach Key West. Bevor wir aber in unser Auto steigen konnten, mussten wir dieses erst einmal aus dem etwas weiter entfernten Parkhaus auslösen. Ich lief mit Nummer 4Der Übersetzer - Der Mann der Schwester meiner Frau los, der Rest wartete mit gepackten Koffern in der kleinen Hotelhalle, welche auch gleichzeitig Frühstücksraum war. Leichter geschrieben als getan. Irgendwie sind wir an dem Parkhaus vorbeigelaufen und so wurden aus 10 min, die wir normalerweise gebraucht hätten, 40 Min. So ein Mist, völlig durchgeschwitzt und mit schmerzenden Füßen, beginnt der siebente Tag unserer Reise.
Die Fahrt war dagegen alles andere als stressig. Autofahren in Amerika (außer New York versteht sich) macht wirklich Spaß. Die Straßen haben in der Regel alle mehr als 3 Fahrspuren und bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 55 Meilen, (89 Km/h) ist das Fahren hier wirklich angenehm. Keiner drängelt, niemand mault den anderen an, die Leute sind viel entspannter als auf den Straßen von good old Germany. Was aber sicher auch etwas mit den harten Strafen, die bei Verkehrsvergehen drohen zu tun haben wird.
Nichtsdestotrotz sind wir in diesem Urlaub mehr als 2000 Kilometer gefahren und haben nicht einen Autounfall gesehen. Die Fahrt nach Key West ist die längste zusammenhängende Strecke, die wir auf unserer Rundreise fahren. Da Nummer 4Der Übersetzer - Der Mann der Schwester meiner Frau auch im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist, konnten wir uns am Steuer abwechseln. Unser Chevy lenkt sich wie ein Boot, superbequem und komfortabel. Bei einem Leergewicht von über 2 Tonnen, voll beladen mit 5 Leuten und Gepäck, kommt er in Kurven allerdings auch schon mal ins Schwimmen. Soundtechnisch war er etwas schwach auf der Brust, ist halt doch nur ein "V6".