
Mein zweiter Reisebericht kommt dieses Mal aus der Schweiz. Durch tektonische Verschiebungen hat die Natur hier eine einzigartige Welt aus Bergen, Gletscher und Seen geschaffen. Die Schweizer Eidgenossenschaft, lateinisch "Confoederatio Helvetica" (daher das Autokennzeichen "CH") hat eine Fläche von 41285 km2 (Deutschland 357045 km2) und 7,35 Mio. Einwohner. Neben der Hauptstadt Bern, gehören auch Zürich, Basel und Genf zur Schweiz. Mein mitgeführtes Equipment:
Die ca. 800 km bis in die Ost-Schweiz, waren dank Sonntagsfahrverbot für Lkws und Navigation im Handy sehr entspannend. Mit drei kurzen Pausen, haben wir das Ziel in gut 8 Stunden ereicht. Die letzten Kilometer ging es stetig bergauf. Unser Passat war mit 102 PS eindeutig untermotorisiert.
Endlich im beschaulichen Unterwasser (so heißt unser Urlaubsziel) angekommen, erfreuten wir uns über die schöne Umgebung in der unser Hotel gelegen ist. Wo man hinschaut sind Berge. Eines machte mich jedoch stutzig, direkt vor unserem Hotel wurde damit begonnen, ein Zirkuszelt aufzubauen.
Eines möchte ich vorab noch erwähnen: wer mit einer 11 jährigen pubertierenden Tochter ein Urlaubsziel wählt, dessen Highlights aus Landschaft, Natur und Schweizer Käse besteht, der kann sich sicherlich vorstellen dass es gelegentlich zu Spannungen kommt. Bei Bekanntgabe des Reiseziels bekam unsere Tochter jedenfalls große Augen und meinte: Was wollen wir da? Da gibt es doch nur stinkenden Käse. Um die Sache für sie etwas erträglicher zu machen, köderten wir sie auf der Heimreise mit einem Zwischenstopp im Legoland.
Wie nicht anders zu erwarten, machte das Hotel einen guten Eindruck. Meine Schwiegereltern waren letztes Jahr dort und hatten uns Zimmer und Küche wärmstens empfohlen. Wir ließen uns die Zimmerschlüssel geben und fuhren mit dem Fahrstuhl bis fast vor die Tür. Beim Öffnen derselben, schoss uns ein stechend leicht süßlicher Käsegeruch in unsere Großstadt verwöhnten Nasen. Das erste was wir hörten kam von unserer Tochter: seht ihr, ich hab’s euch ja gesagt. (Zitat oben: da gibt’s doch nur stinkenden Käse.) Ich betrat das Zimmer in gebückter Haltung, den stehen konnte ich in dem Dachzimmer nur an wenigen Stellen.
Es war so ganz anders als auf den Bildern von meinen Schwiegereltern:( Unsere nette Hotelchefin brachte uns noch einen transportablen Kühlschrank aufs Zimmer. Auch sie rümpfte die Nase und meinte, dass der Geruch nicht normal sei. Wir wechselten die Räumlichkeiten und alles war wieder in bester Ordnung. Jetzt hatten wir ein helles gut duftendes Appartement mit Balkon und ohne störende Deckenbalken. Der Blick aus dem Fenster entschädigte für den kurzen Abstecher ins Käseloch. Wenn da nicht noch das Zirkuszelt wäre, welches langsam größer wurde.
Nachdem die Klamotten verstaut wurden, ging es erstmal raus vor die Tür die nähere Umgebung erkunden. Gleich hinter unserem Hotel beginnt ein unscheinbarer Wanderpfad, der zu dem Thurwasserfall führt. Ohne zu wissen, was uns erwartet, liefen wir vorbei an idyllischen Bergwiesen mit Blick auf den Säntis (höchster Berg der Region). Das leichte Rauschen, was uns von Anfang an begleitete, wurde fortwährend lauter und die Temperatur nahm merklich ab.
Links der rauschende Bach, rechts steile Felshänge an denen das Wasser herunterlief. Nach gemütlichen 10 min Fußweg liefen wir durch einen kurzen Felsentunnel, welcher durch mehrere Aussichtsfenster den Blick auf den blau schimmernden Bach freigab. Oben angekommen bin ich begeistert, wofür man anderswo Eintritt zahlen muss, haben wir direkt hinterm Haus.
Der Wasserfall ist 23 Meter hoch und lässt ca. 830 l pro Sekunde fallen. Zugegeben, ich habe schon größere Wasserfälle gesehen, aber so nah wie hier bin ich noch an keinen rangekommen. Also Kamera raus und die ersten Eindrücke festhalten. Im unteren Bild habe ich die HDR- Technik angewandt. (mehr zu dieser Technik hier: )Die Bracketingfunktion der Kamera leistet gute Dienste und erleichtert später das Bearbeiten am PC. Auch hier kam wieder mein Tokina 12-24 zum Einsatz.

Auf dem Rückweg zum Hotel, schnallte ich mir das Tamron 90mm Makroobjektiv auf die Kamera und senkte den Blick Richtung Boden. Mir war klar, hier bist du nicht das letzte Mal gewesen. Viele kleine Tierchen, an denen ich mein neues Makro ausgiebig testen kann.
Wieder zurück im Hotel, bewahrheiteten sich meine Befürchtungen. Da stand es, das Zirkuszelt in seiner vollen Größe. Kommentar von Frau und Tochter: ist doch nicht so schlimm. Beim Abendessen erfuhren wir, dass der Zirkus nach 3 Tagen weiterzieht, welch eine gute Nachricht. Ich möchte betonen, dass ich nichts gegen den Zirkus an sich habe. Ich bin nur der Meinung, man sollte zum Zirkus gehen und ihn sich nicht vor die eigene Tür holen. Nach dem Abendessen, welches für den ersten Tag ganz ok war, gingen wir in unser Zimmer.
Um 22 Uhr endete die letzte Zirkusvorstellung und ich hörte (klar und deutlich) wie die Gäste verabschiedet wurden. Ok dachte ich, jetzt kehrt Ruhe ein. Aber nicht doch, nun hatten einige Gäste noch verlangen nach Getränken und ließen sich im Getränkepavillion nieder. Die haben mich ja auch nicht gestört, aber so ein Bierzelt braucht Strom und das winzige Aggregat (so groß wie ein Kleinwagen), das diesen erzeugte, stand noch näher an unserem Hotel als das Zelt selber. Irgendwann um 2.00 Uhr muss dem Ding wohl der Sprit ausgegangen sein, oder ein genervter Gast hat den Stecker gekappt. Jedenfalls war Ruhe. Jipi schnarch
Am zweiten Ausflugstag sollte uns ein Besuch des nahegelegenen Fürstentums Liechtenstein reichen. Im viertkleinsten Land Europas leben 23000 Liechtensteiner und 12000 Ausländer (vorwiegend Deutsche, Schweizer und Österreicher). Bei einem Pro-Kopf-Einkommen von 23000 Euro jährlich, übrigens neben Luxemburg das höchste weltweit, pendelt man doch gerne zur Arbeit. Die Hauptstadt Vaduz ist ein sauberes gemütliches Städtchen. Aus fotografischer Sicht finde ich es jedoch nicht so spannend. Ich muss aber zugeben, dass wir sicherlich nicht annähernd alles gesehen haben was das kleine Land zu bieten hat. Hoch über der Hauptstadt Vaduz residiert die Liechtensteiner Fürstenfamilie. Leider kann das Schloss nicht besichtigt werden, da sich das ganze Gelände in Privatbesitz befindet und jeder Zugang abgesperrt ist.
Wieder im Hotel angelangt, geht’s erstmal zum Abendessen. Beim Lesen der Menükarte schauten wir etwas verdutzt. Die drei Gerichte die täglich zur Auswahl standen, hatten alle so abgefahrene Namen wie: blablabla an Koreanderreis oder blablabla auf blablabla Also nach der leckeren Schweizer Küche, von denen meine Schwiegereltern so geschwärmt haben, klang das für mich nicht. Ich sage mal so, man konnte es essen, wir mögen es aber lieber etwas rustikaler. An der Zirkusfront gleiches Spiel wie oben beschrieben. 2.00 Uhr Strom aus. Nerv schnarch
Von den 2502 Metern über dem Meeresspiegel gelegenen Säntis, kann man bei schönem Wetter über 6 Länder schauen. Den Fuß (1352 Meter) des höchsten Berges der Region erreichten wir über eine kurvenreiche Bergstraße. Nicht weit vom Berghotel Schwägalp fuhren wir mit der Schwebebahn bis zum Gipfel auf 2502 Meter hinauf. Der Preis für die Berg und Talfahrt beträgt 41.00 CHF pro Person, umgerechnet 30 Euro, mit Erlebniskarte gibt es bis zu 50 % Rabatt.
Das Wetter hatte es gut mit uns gemeint und so konnte ich einige ganz brauchbare Fotos von der atemberaubenden Natur machen. Es war nicht ganz einfach, die Kamera bei den dort vorherrschenden Lichtverhältnissen optimal einzustellen. Der hohe Kontrastumfang zwischen den weißen Wolken und den im Schatten liegenden Felsformationen, bringen die meisten Kameras an ihre Grenzen. Da ich generell im RAW Format fotografiere, habe ich im Nachhinein immer noch die Möglichkeit, nahezu verlustfrei nach zubelichteten. Fast alle Fotos sind mit dem Tokina 12-24 entstanden. Der Weitwinkel ist für Landschaftsaufnahmen bzw. Panoramen einfach optimal.
Da ich nie genau weiß, welches Objektiv ich wann benötige, habe ich überwiegend meine ganze Ausrüstung im Rucksack dabei. Nach und nach merke ich jedoch, dass ich bald unter der Last zusammenbreche und versuche mir vorher zu überlegen, was ich benötige und was nicht. Die Betonung liegt hier auf versuche:) Nach vielen Fotos aus allen Winkeln des Gipfels machte ich noch einige Aufnahmen von den frechen Vögeln, die jegliche Scheu vor dem Menschen verloren haben. Zum Dank haben sie auf mein Stativ gekackt. Siehe Foto. 4 Stunden reichten mir (meiner Familie schon lange) und es ging wieder abwärts.
Unten angekommen besuchten wir noch die Alpenschaukäserei, irgendwie erinnerte mich der Geruch an unser erstes Zimmer:) Waren oben noch kühle 10 Grad, lief mir unten bei 30 Grad wieder die Suppe aus dem Helm. Auf dem Weg zum Auto bemerkte ich, wie meine Schuhsohle und der Asphalt langsam eine Verbindung eingingen. Die Teerstraße war so aufgeheizt, dass meine Schuhe Fäden zogen. Alles in allem ein gelungener Tag mit guter Fotoausbeute.
Mal schauen was morgen ansteht. Jetzt geht’s zurück ins Hotel, essen.In einer Hotelbroschüre haben wir gelesen, dass es seit kurzem einen neuen Koch gibt. Das erklärt die (für mich) geschmacklichen Ausrutscher. Ich möchte das Essen jetzt nicht allzu schlecht machen, uns hat es teilweise nun mal nicht so gemundet.
Mainau ist eine 45 Hektar große Insel im Bodensee. Durch das subtropische, teilweise auch tropische Klima wachsen und gedeihen auf der Blumeninsel Palmen und andere mediterrane Pflanzen. Für uns ist es das zweite Mal, dass wir das Blumenschiff, wie die Insel Mainau auch genannt wird besuchen. Der bewölkte Himmel ist nicht gerade vorteilhaft, um die Blumenpracht ins richtige Licht zu setzen. Bei dem heutigen Besuch reizte mich persönlich das Schmetterlings-Haus. Hier wollte ich mein neu erworbenes Tamron 90mm Makro auf Herz und Nieren prüfen.
Ich steuerte also zielstrebig auf das Schmetterlings Haus zu und sah schon von weitem, dass ich nicht als einziger diese Idee hatte. Es war schon am Eingang ziemlich voll, also wird es im Schmetterlingshaus nicht anders aussehen.
Und richtig, wie die bekloppten (mich eingeschlossen) liefen wir im Tippelschritt, ähnlich einer Polonaise, den schmalen Rundgang entlang. Draußen waren schwüle 26 und drinnen gefühlte 60 Grad. Nach kurzer Zeit, war mein Objektiv von der Luftfeuchtigkeit völlig beschlagen. Zum Glück gab es dort eine Art Fön, welcher eigentlich für Brillenträger gedacht ist. Die Kamera kurz unter diesen gehalten und schon ging´s im Gänsemarsch und freier Sicht weiter. Ich kann euch sagen: beim Fotografieren kann ich normalerweise entspannen, aber in dieser Massensauna geht man am Stock.
Die Omis tippeln mit einer Ruhe und Gelassenheit, dass ich schon dachte, ich falle um und kollabiere. Zudem hatte ich wieder die volle Ausrüstung mit (ca 15 kg). Nach zwei Runden befreite ich mich aus dem Kreisverkehr und kämpfte mich völlig durchgeschwitzt und genervt bis zum Ausgang durch. Fazit: einige Fotos konnte ich machen, aber ein drittes Mal muss ich hier nicht hin.
Heute sind wir auf den Spuren von der Romanfigur Heidi. Bei super Wetter erreichen wir in einem ca.20 minütigen Fußweg vom Dorf Maienfeld das Heidihaus. Hier, wo die Welt noch in Ordnung scheint, bekam die Schriftstellerin Johanna Spyri 1879 die Idee für das Kinderbuch Heidi.
Direkt neben dem Heidihaus gibt es einen kleinen Streichelzoo, einen Souvenirladen und den Heidibrunnen, an dem wir erstmal rast machten. Wer gern zu Fuß unterwegs ist, kann sich zwischen zwei Wanderwegen entscheiden. Der kleine Heidiweg ist in 1,5 Std. und der große in 4,5 Std. zu schaffen. Auf beiden Routen lässt sich auf insgesamt 12 Stationen die Original- Heidigeschichte in der naturbezogenen Gegend erkunden. Wir begnügten uns mit einem Besuch des Heidihauses und machten kurze Rast am Brunnen.
Chäserrugg, was wohl auf deutsch Käserücken bedeutet, genau diesen leckeren Berg werden wir heute erklimmen. Ca. 5 min Fußweg von unserem Hotel steigen wir in die Standseilbahn, die uns auf 1350 Meter nach Iltios bringt. Beim Kauf der Fahrkarten hat dem Berichterstatter eine Wespe in die Weichteile (innerer Unterarm) gestochen. Die Schweizer sind bekanntlich nicht die schnellsten und so versuchte ich (während mein Arm langsam anschwoll), die Fassung zu bewahren und hoffte, dass der gute Mann hinterm Schalter die Karten schnell rausrückte.
Am Haltepunkt Iltios angekommen stiegen wir um in die Luftseilbahn und fuhren die zweite Etappe rauf bis auf 2262 Meter zum Chäserrugg. Oben war erstmal Staunen angesagt. Wahnsinn, das war für mich bis jetzt das Highlight, kaum Menschen, weite Wiesen, tiefe Schluchten und gigantische Wolkenbewegungen. Da schlägt das Herz des Hobbyfotografen höher und ließ mich fast meinen Arm vergessen, der mittlerweile auf Oberschenkelmaße :) angeschwollen ist.
Normalerweise sind die meisten Aussichtpunkte solcher Gipfel überschaubar, doch hier konnte man laufen und an jedem Punkt zeigte sich die Natur von einer anderen Seite. Der 3 Kilometer lange Rundweg brachte uns an jede Stelle des Chäserrugg und so konnten wir sogar ein kleines Rudel Steinböcke in freier Wildbahn beobachten.
Hier war ich wieder froh, dass ich meine ganze Ausrüstung dabei hatte. Also schnell das 80-200 mm Objektiv rauf und mit der (P) Programmautomatik ein paar Bilder geschossen. Kurz gefreut und das Tokina Objektiv wieder drauf. Fast alle Aufnahmen hier oben sind mit dem Tokina 12-24 mm bei einer Blende 8-11 und einer Belichtungszeiten von 125 bis 500 entstanden. Ich habe auch mehrere Panorama Aufnahmen frei Hand gemacht, kann aber zu diesem Zeitpunkt nicht sagen, ob diese was geworden sind. Schaut später einfach mal unter dem Punkt Panorama.
Mir persönlich hat dieser Ausflug super gefallen, dieser Blick, die Landschaft und die Ruhe dort oben, einfach Klasse. Aber vielleicht hatten wir auch nur Glück und den richtigen Zeitpunkt erwischt. Kurz vor der Rückfahrt nahmen wir im Gipfelrestaurant noch einen kleinen Imbiss zu uns (übrigens sehr lecker) und fuhren gut gesättigt und glücklich wieder zum Ausgangspunkt nach Unterwasser zurück. Falls es jemanden interessiert: mein Arm ist immer noch dick und er juckt.
Für die meisten Teenager-Mädchen ist es wohl ein Traum, auf einem Pferd über die Wiesen zu reiten. Heute hat meine Tochter die Gelegenheit, in freier Natur einen 1- stündigen Ausritt zu machen. Damit sie das nicht allein tun muss, habe ich mich bereit erklärt mit mitzureiten. Nein, ich muss schreiben, gefreut mitzureiten. Denn auch ich habe mir im Geheimen immer gewünscht, auf einem, meiner Größe entsprechendem Pferd durch die Natur zu reiten.
Bevor es losging, durften wir die Pferde striegeln und dem Chef zuschauen, wie er Zaumzeug und Sättel anlegt. Am Anfang noch etwas vorsichtig, hatten wir bald mehr Vertrauen und traten den Pferden etwas angstfreier entgegen. Mein Pferd hieß Elli und ist eine 4-jährige Stute mit beachtlicher Schulterhöhe. Meine Tochter durfte auf Monita Platz nehmen.
Da wir beide, was das Reiten angeht blutige Anfänger sind, hat es mich doch schon etwas verwundert, dass ich im Gegensatz zu meiner Tochter völlig alleine reiten durfte. Wow, ich fühlte mich wie ein Cowboy, naja wenn man sich den Helm wegdenkt, den ich zu meiner eigenen Sicherheit aufgesetzt habe. Und los ging’s durch die schöne Schweizer Landschaft. Wir lernten die Grundregeln des Reitens. Lenken und Anhalten gehörte genauso zum Training wie Trab und Slalom reiten. Eigentlich ist Reiten wie Autofahren, es gibt Startschwierigkeiten, Bremsverzögerung und jede Menge Abgase. Für insgesamt 30 Franken pro Reiter, hat es sich auf jeden Fall gelohnt. Die Kamera habe ich vorsichtshalber meiner Frau in die Hand gedrückt, denn sollte ich einen doppelten Rittberger vom Gaul machen müssen, will ich beide Hände freihaben.
In 2,5 Stunden (ohne Pausen) wandert man den Klangweg von Iltios bis nach Oberdorf. Für uns Flachlandtiroler war diese Stecke gerade noch vertretbar. Und nicht zu verachten, meine Fotoausrüstung von ca. 15 kg musste natürlich auch mit. Es ist wirklich kein schwieriges Gelände und in regelmäßigen Abständen befindet sich eines von insgesamt 23 Klangobjekten. Besonders die Kinder fanden Gefallen an diesen teilweise skurrilen Instrumenten, sie können Kuhglocken zum Schwingen bringen, testen wie Steine und andere Materialien klingen.
22 Franken kostet das Rundum Paket für Erwachsene (mit Erlebniskarte gibt es auch hier bis zu 50 % Rabat) und 11 Franken für Kinder. Inbegriffen ist eine Bergfahrt und Talfahrt sowie die Rückfahrt mit dem Postbus zum Ausgangsort.
Der Fernsehsender Pro7 kürte 2009 in der Sendung Galileo - Big Pictures - das spektakulärste Foto der Welt. Gewonnen hat Michael Lio, der am 17. Juni 2005 ein sensationelles Foto machte. Ein Mann springt in die Fluten des Rheins. Das Faszinierende an diesem Foto, es sieht aus als ob der Lebensmüde von einer Brücke direkt in die Wolken springt. Zu sehen unter:The Big Pictures
Letztes Mal konnte ich vom gegenüberliegenden Felsen auch einen Springer Fotografieren, jedoch war die Perspektive nicht so genial wie bei dem Bild vom Michael Lio. Heute habe ich leider kein Glück, nicht ein Springer weit und breit. Dennoch, eine Fahrt mit dem Schiff zum mächtigen Felsen muss drin sein. Da die Familie keine Lust hat sich das Gedrängel auf dem Kiesel anzutun, setzte ich alleine mit dem Kahn über. Es ist wirklich eng auf der Treppe, man muss in den Ausbuchtungen warten bis der Weg frei ist. Oben angekommen schoss ich schnell einige Fotos und dann musste ich schon Platz machen für die anderen.