Bonjour

4 Tage sollte unser Kurztrip nach Paris dauern. Nicht wirklich viel um eine der größten europäischen Kunst und Kulturmetropolen ausgiebig zu erkunden. Es war unser erster Urlaub, in dem wir weder mit dem Mietwagen noch mit eigenem Auto unterwegs waren. Eine völlig neue Erfahrung für mich. So mussten wir mit unseren Koffern und natürlich mit meiner Fotoausrüstung vom Flughafen mit dem Regionalexpress bis nach Gare du Nord fahren und von dort mit der Metro ( Station La Chapelle) zu unserem Hotel.

Mein mitgeführtes Equipment:

  • 01. Tamrac Rucksack Velocity 9
  • 02. Nikon D200
  • 04. Nikorre 80-200mm
  • 05. Nikorre 18-70mm
  • 06. Nikorre 50mm
  • 07. Tokina 12-24mm
  • 08. Tamron 90mm 1:1 Makro
  • 09. 1 x 16 Gb Compact Flash Karte von ..
  • 10. Fernauslöser
  • 11. Manfrotto Stativ
  • 13. SB 800 Nikon Blitz
  • 14. Kartenleser von Hama
  • 15. Netbook
  • 16. 1 x 500 GB Festplatte

Die Metro in Paris ist wirklich gut ausgebaut, jedoch stellenweise völlig verwirrend. Schilder, die uns permanent in dieselbe Richtung lotsten, zeigten auf einmal in eine völlig andere. Es ist weitgehend bekannt, dass die Franzosen sich nicht gerne auf andere Sprachen einlassen, und so gibt es kaum Wegweiser in einer für uns verständlicher Sprache.

 

Pariser Hotel
Pariser Hotel
Pariser Hotel
Pariser Hotel
Pariser Stadtreinigung
Pariser Stadtreinigung

Das hätte der Herr, der neben uns das Drehkreuz passieren, wollte auch tun sollen, er blieb mit seinem Koffer stecken. Da die ganzen Metrobahnhöfe mit unzähligen Kameras ausgestattet sind, denke ich, dass er inzwischen befreit wurde.

 

Es war richtig voll auf den Bahnhöfen, lag sicher auch daran, dass auch in Paris Feiertag war. Später habe ich im Internet gelesen, das die Franzosen die Abschaffung der Sklaverei feierten. Trotz der vielen Menschen aus den verschiedensten Nationen lief alles sehr entspannend ab. Keiner pöbelte, drängelte in der Bahn, oder stand angesoffen mit einer Flasche in der Ecke.

 

 

In einer kleinen Seitenstraße ca. 5 min von der Metro Station Rome entfernt, lag unser Hotel. So stellte ich mir Paris vor, enge Straßen und Jugendstilhäuser. Alles sehr gemütlich.

Unser Zimmer war nicht sehr groß und vom Balkon aus konnte man direkt in die gegenüberliegenden Wohnungen schauen. Einen Fernseher hatten wir auch im Zimmer, der von der Technik zur Jugendstilepoche passte. Ich checkte als Erstes welche Programme zu Empfangen waren. Klasse, Sat1 und MTV, wobei Sat1 so einen schlechten Ton hatte, dass man spätestens na 10min ausschalten musste.

 

Naja wir sind ja nicht zum Fernsehen schauen hier, sondern zum Fotografieren (ich jedenfalls). Also die Taschen ausgepackt den Fotorucksack aufgeschnallt, rein in die Metro und ab zum Arc de Triomphe.

 

 

Tag 1 Arc de Triomphe

Chanselisee Paris
Chanselisee Paris

An der Metrostation Place Charles de Gaulle Etoile angekommen, dachte ich es erschlägt mich. Tausende von Menschen liefen wie Ameisen in den Gängen der Metro umher. Im Tippelschritt folgenden wir den Massen und hofften irgendwie an die Oberfläche zu gelangen. Nach gefühlten 15 min hatten wir es geschafft, der Ausgang war in Sichtweite.

Oben angekommen der nächste Schock, es hatte den Anschein als wurde die LoveParade direkt auf der Avenue des Champs-Élysées verlagert. Ich wollte endlich ein paar Fotos schießen, doch bei der Masse an Menschen hatte ich keine richtige Lust dazu. Damit wenigstens ein Foto von dem Gedrängel im Reisebericht erscheint, habe ich schnell mal auf die Massen gehalten.

 

Zum Teil fahren die Metrozüge in Paris nicht auf Stahlräder, sondern auf Lkw Reifen, was die Züge angenehm leise macht. Ich habe gelesen, dass es sogar eine Bahn gibt, die ohne Fahrer unterwegs ist. Wenn die Türen schließen, muss man sich jedoch vorsehen, ein lautes Signal und die Türen knallen ohne Verzögerung zu. Hurra: Nach Längeren rumirren, hatten wir schon das erste französische Wort gelernt „Sortie“ heißt Ausgang. Glücklicherweise hatte meine Frau schon in Deutschland ein Wochenticket für uns gebucht, so konnten wir ohne uns Gedanken über Fahrkarten zu machen, das gesamte Metronetz uneingeschränkt nutzen. Übrigens Schwarzfahren ist meines Erachtens in Paris nicht möglich. Alle Metroeingänge sind mit engen Drehkreuzen ausgestattet, was das Reisen mit Koffern nicht gerade einfacher macht. Ich stemmte meinen großen Koffer immer über den Kopf, bevor ich durch die Drehkreuze ging.

Bis ans Tageslicht hatten wir es nun schon geschafft, unser Ziel der Arc de Triomphe lag jedoch ca. 200 Meter Luftlinie entfernt. Das klingt jetzt nicht so weit, jedoch liegt dieser auf einer Verkehrsinsel, umgeben von einem Kreisverkehr, der seines gleichen sucht.

Das ist wirklich der Hammer, es gibt keine Fahrspuren und es scheint, als ob keiner weiß, wo er hin möchte. Ich kann mir vorstellen, dass einige schon die 10 Runde drehen, weil sie die Ausfahrt nicht erreichen können. Die Fußgängerampeln wurden von den Stadtplanern anscheinend als Dekorationsmittel aufgestellt, es hält sich keine Sau daran. Ob Autofahrer oder Fußgänger, alle fahren und laufen, wie sie wollen. Unglaublich anders kann es in Indien auch nicht abgehen.

 

Wir mussten jedenfalls irgendwie die Mitte dieser Insel erreichen. Einen Fußgängerüberweg konnten wir nicht entdecken. Einige Verrückte liefen einfach quer über die Straße und schafften es doch tatsächlich unbeschadet hinüber. Von Weitem konnte man direkt neben dem Arc de Triomphe einen Metro Eingang erkennen.

 

Also liefen wir zurück in die Metro und folgten wieder den Massen. Endlich am Ausgang angekommen staunten wir nicht schlecht, wir waren genau dort, wo wir reingegangen sind. Merde (zweite Französische Wort gelernt) also auf ein Neues. Völlig genervt und durchgeschwitzt liefen wir wieder runter in die Metro und schafften es doch tatsächlich irgendwie ans Ziel.

 

Nun wollten wir hoch auf die Aussichtsplattform. Die Schlange vor dem Eingang ließ eine Wartezeit von 15 Minuten erahnen. Als wir an der vermeintlichen Kasse angelangt waren, teilte uns der nette Herr mit Händen und Füßen und in Landessprache mit, dass wir doch erst eine Eintrittskarte kaufen müssten. Die gäbe es, wie sollte es auch anders sein, in der Metro.

 

Wache am Arc de Triomphe
Wache am Arc de Triomphe

Sehr clever, das jedem Touristen erst am Eingang zu sagen. Völlig genervt, suchten wir viele andere verwirrte den Kartenschalter. Ein kleines Din A4 Blatt, auf dem das Wort Tickets geschrieben stand, zeigte uns den Weg Richtung Ticketschalter. (Sehr touristenfreundlich) Nö, dachte ich, als wir die Warteschlange sahen. Arc de Triomphe du kannst mich mal.

Bitte nicht falsch verstehen, es ist wirklich ein schönes Bauwerk, doch es war einfach zu voll an diesem Tag. Wenn ihr vorhabt, schöne Fotos von der Architektur zu machen, empfehle ich, erkundigt euch vorab, ob in Paris ein Feiertag ist.

Als Nächstes stand der Besuch des Eiffelturms auf unseren Plan.

 

Kurz zum Eiffelturm

Eifelturm Paris
Eifelturm Paris

Das bekannteste Wahrzeichen von Paris besuchen täglich ca. 5000 Menschen. Zur Weltausstellung 1889, was gleichzeitig die 100-Jahr-Feier der Französischen Revolution war, wurde der Eiffelturm vom Architekten, Alexandre Auguste Eiffel erbaut. Mit einer Höhe von 329,75 Meter galt er von 1889 bis 1930 als höchstes Bauwerk der Welt.

Technische Details:

  • 329,75 m Höhe
  • 15 000 Stahlteile
  • mit 2,5 Millionen Nieten
  • 11 000 Tonnen
  • Alle sieben Jahre wird der Eiffelturm neu angestrichen
  • 1652 Stufen

Es ist schon gigantisch, was in der damaligen Zeit bautechnisch möglich war. Sicher, es gibt höhere Bauwerke, doch die enorme Breite des Sockels lässt den Eiffelturm einfach kolossal wirken. Möchte man hoch, muss man sich an einer der vier Kassen die in den Sockeln des Eiffelturms integriert sind anstellen. Aber Achtung, nicht an alle Eingängen (Kassen) kann man Tickets für ganz nach oben kaufen. Ich habe erst einmal das Stativ in einer ruhigen Ecke hinter dem Eiffelturm aufgebaut und machte zwei Hochkantbilder mit meinem Weitwinkel, die ich später am Rechner zusammengesetzt habe.

Haute Couture
Haute Couture
Soldat bewacht den Eifelturm
Soldat bewacht den Eifelturm

Wir haben beschlossen uns nicht anzustellen, denn auch hier war es wieder richtig voll. So genossen wir am Fuße des Eiffelturms einige Zeit und beobachteten die unterschiedlichsten Menschen, von denen einige voller Stolz die Weltbekannte Haute Couture präsentierten. Gesichert wurde das Gelände durch die Armee. Mit Maschinenpistolen bewaffnete Soldaten, patrolierten rund um die Sehenswürdigkeit.

 

Bustour und Louvre

Eifelturm
Eifelturm
Bustour
Bustour

In Paris gibt es Städtebusreisen, deren Linien in drei Farben unterteilt sind. Man bezahlt 11,- € und kann zwei Tage lang kreuz und quer durch Paris gondeln. Das ist echt genial, die Doppelstockbusse halten an allen Sehenswürdigkeiten und dank Kopfhöreranschluss kann man sich in mehreren Sprachen die Geschichte der Stadt anhören. So fuhren wir in der brütenden Hitze, denn es waren ca. 28 Grad oben offen von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit.

 

Louvre Paris
Louvre Paris
Louvre Paris
Louvre Paris

Den ersten Stopp machten wir am Louvre. Der Louvre war früher ein französischer Königspalast und wird heute zum größten Teil als Museum genutzt. Das gesamte Museum umfasst ca. 380.000 Werke. 35.000 Exponate werden auf einer Fläche von 60.000 m² ausgestellt. Flächenmäßig ist der Louvre somit das größte Museum der Welt. Eines der bekanntesten Werke der Ausstellung ist ein auf Pappelholz gemaltes Bild von den Maßen 76,8 cm × 53 cm. Leonardo da Vincis malte etwa um 1503 das Bild mit dem Namen Mona Lisa. Das berühmte Gemälde wird auf einen Wert von 750 Millionen Euro geschätzt.

 

Hineingehen wollten wir nicht, stattdessen kühlten wir uns in einem der zahlreichen Wasserbecken ab. Nachdem wir neue Kraft gesammelt hatten, machte ich noch einige Fotos und weiter ging es mit dem Bus zur Kathedrale Notre-Dame de Paris. Man muss wirklich nicht weit laufen, die Busse bringen einen fast immer direkt bis vor die Tür.

 

Kathedrale Notre-Dame de Paris

Die Kathedrale Notre-Dame de Paris wurde zwischen 1163 bis 1345 erbaut. Das imposante Bauwerk gilt als die früheste gotische Kirche Frankreichs. Im Inneren der Kathedrale ist Platz für 10.000 Personen. Das sogenannte Kirchenschiff ist im Innern 130 Meter lang, 35 Meter hoch und 48 Meter breit. Die gigantische Fensterrose hat einen Durchmesser von 10 Meter und ist nach über 700 Jahren unversehrt und im Originalzustand. Weltbekannt wurde die Kirche, durch den 1923 verfilmten Roman, „Der Glöckner von Notre-Dame“.

 

Kathedrale Notre-Dame de Paris
Kathedrale Notre-Dame de Paris
Kathedrale Notre-Dame de Paris
Kathedrale Notre-Dame de Paris

Nach 10 min anstehen, waren wir am Eingang angelangt. An der Tür der Kathedrale Notre-Dame de Paris, ein großes Schild, welches jeden ambitionierten Hobbyfotografen das Blut in den Adern gefrieren lässt. Das Filmen und Fotografieren ist ausdrücklich verboten (bebildert).

 

Na was soll’s, wenigsten mal reinschauen wen ich schon mal hier bin dachte ich mir und ging hinein. Im Inneren der Kirche staunte ich nicht schlecht, ein Blitzlichtgewitter vom feinsten. Die Schilder haben anscheinen niemanden interessiert, selbst dem Aufsichtspersonal war das völlig egal. Mein Stativ habe ich mich dann doch nicht getraut aufzubauen, so presste ich die Kamera auf eine Bank und konnte ohne Blitz verwacklungsfreie Aufnahmen bei Belichtungszeiten von 1/30 sek. machen.

 

Kathedrale Notre-Dame Rückansicht
Kathedrale Notre-Dame Rückansicht
Saine Paris
Saine Paris
Kathedrale Notre-Dame Rückansicht
Kathedrale Notre-Dame Rückansicht

Turm Montparnasse

Der 210 Meter hohe Montparnasse Turm wurde 1969 bis 1972 als Bürohochhaus errichtet. Der Tower ist mit 59 Stockwerken nach dem Eiffelturm das höchste Bauwerk von Paris. Die Fahrt bis ganz nach oben dauert mit dem schnellsten Fahrstuhl Europas gerade einmal 38 Sekunden.

 

Der Eintritt kostet für Erwachsene 11,- € und für Kinder 4,70,- € Kinder bis 6 Jahre bezahlen nichts. In der Eingangshalle wurde jeder Besucher erst einmal fotografiert. An der Wand hing ein Schild „Ein Fotogeschenk für Sie“ oder so ähnlich. (Komischerweise in allen Sprachen. 3 Meter weiter konnte man das Bild mit einem rein retuschierten Hintergrund für 15,- € kaufen. Geh mir wech sach ich nur.

 

Montparnasse Turm
Montparnasse Turm
Montparnasse Turm
Montparnasse Turm
Eifelturm
Eifelturm

Der Ausblick war fantastisch, leider hinter Glas. So ging ich einmal rum und machte jede Menge Fotos, die ich später am Rechner zu einem Panoramabild zusammenfügen wollte. Der Blick auf den Eiffelturm war grandios, schade war, dass die Sonne genau dahinter stand. So waren kaum kontrastreiche Bilder vom Turm zu machen. Egal dachte ich, mitnehmen, was man kriegen kann, wer weiß, ob man jemals wieder hier ist. Schöner wäre es bestimmt, hier oben bei Sonnenuntergang zu stehen. Da der Turm aber ca. 40 min von unserem Hotel entfernt gelegen ist und wir schon den ganzen Tag auf den Beinen waren, hatten wir nicht wirklich Lust, bis zum Abend zu warten.

Plötzlich sah ich einen Durchgang mit einer Treppe, die weiter nach oben zu führen scheint. Nichts wie durch und tatsächlich, es ging bis aufs Dach des Turmes. Supi, nichts versperrte mir den Blick und so begann ich alle Fotos noch einmal zu schießen, diesmal ohne störende Fensterscheiben dazwischen.

 

Paris von oben
Paris von oben - 1/320 Sek. Blende 8 - 80mm ISO100 - 38 Fotos Freihand aufgenommen
Friedhof - 1/250 Sek. Blende 6,3 - 80mm ISO100 - 21 Fotos Freihand aufgenommen

 

Ich hatte zu der Zeit leider noch keinen Panoramakopf (Nodalpunktadapter) also fotografierte ich die Einzelfotos für die Panoramen aus der Hand bzw. mit dem Stativ. Nähere Informationen zu den Panoramabildern stehen direkt unter den Fotos.

 

Der Tag war lang und wir haben viel gesehen, für heute sollte es reichen, also ab in die Metro und zurück zum Hotel. Wieder im Hotel angekommen, schaute ich mir die Fotoausbeute des Tages an. Ich hatte auf dieser Reise nur das Netbook meiner Tochter zur Verfügung und musste zu meinem Erschrecken feststellen, dass alle Bilder in der 100%-Ansicht unscharf wirkten.

 

Ich hoffte dass es an der mäßigen Darstellung des Netbook lag, im Display der Kamera sah es, soweit man dieses beurteilen kann, gut aus. Trotzdem hatte ich ein mulmiges Gefühl, da ich zuhause schon den Eindruck hatte, dass mein 200-mm-Objektiv seit Kurzem etwas unscharfe Bilder macht. Gewissheit werde ich wohl erst zuhause haben Ich fand, es ist einig ganz gute Fotoausbeute.

 

Nachdem wir ca. 2 Stunden im Hotel rumgesessen haben, zog es mich doch noch einmal zu dem Turm Montparnasse. Meine Frau hatte nichts dagegen unsere Tochter blieb allerdings lieber im Hotel. So schnallte ich mir wieder den Fotorucksack auf und wir fuhren noch einmal mit der Metro zum Turm. Eintritt mussten wir allerdings das zweite Mal zahlen, aber Paris bei Nacht, von dort oben, war es mir wert.

 

Paris bei Nacht

Sacré-Cœur de Montmartre

Montmartre bezeichnet den im Norden von Paris gelegenen Hügel Butte Montmartre und das Dorf Montmartre. Hoch oben auf dem Hügel prangt die römisch-katholische Wallfahrtskirche Basilika Sacré-Cœur. Den in 130 m gelegenen Hügel erreicht man zum einen über die berühmten Treppen des Montmartre, oder bequem mit der Standseilbahn Funiculaire de Montmartre.

 

Sacré-Cœur de Montmartre
Sacré-Cœur de Montmartre

Da es wieder sehr heiß war, entschieden wir uns für die Standseilbahn. Beim Warten auf diese, fielen mir 2 Südländische Männer auf, die sehr aufdringlich versuchten ihre extensions (künstliche Haarverlängerungen) an den Touristen zu bringen.

Da ich eher ein erweitertes Gesichtsfeld habe, (Lichtes Haar), war ich doch sehr verdutzt, als diese Männer auch mir solch einen Zopf anboten. Hinterher bemerkte ich, dass meine Armbanduhr geöffnet war. Zum Glück hat meine Uhr ein Sicherheitsverschluss. Also, immer Obacht geben an Plätzen, wo sich viele Touris aufhalten.

Oben angekommen waren wir schon sehr beeindruckt von der Größe und dem strahlenden Weiß der Kirche. Die Abmessungen betragen 85 x 35 Meter. Allein die große Kuppel ist 55 Meter hoch. Um das Absinken in dem weichen lehmigen Boden zu verhindern, wurde das Fundament 33 Meter tief in den Boden gelassen.

 

Es war super Postkartenwetter, blauer Himmel und Schäfchenwolken. Kamera mit dem 12-24 Tokina Weitwinkel bestücken und erst einmal einige Fotos von Kirche und Umgebung machen.

 

Sacré-Cœur de Montmartre - Abstieg
Sacré-Cœur de Montmartre - Abstieg
Sacré-Cœur de Montmartre
Sacré-Cœur de Montmartre
Sacré-Cœur de Montmartre
Sacré-Cœur de Montmartre
Basilika Sacré-Cœur
Basilika Sacré-Cœur

Hinter der Kirche ist ein kleiner gepflegter Garten, von dem aus die Rückseite der Basilika Sacré-Cœur besichtigt werden kann. Durch die vielen Verzierungen und Figuren finde ich diese Ansicht noch Interessanter. Leider stand die Sonne so ungünstig, dass es für mich unmöglich war, kontrastreiche Fotos zu machen. Über eine kleine Wendel-Treppe, die teilweise so eng ist, dass nur eine Person durch passt, stiegen wir bis in die oberste Kuppel. Bei schönem Wetter (das Wir ja hatten), kann bis zu 40 km weit geschaut werden. Echt ein super Blick und allzu voll war es hier oben auch nicht. Nach etlichen Fotos wollten wir nun zu zweiten Male den Eiffelturm besuchen. Der Feiertag war vorüber und wir hofften, dass es nicht mehr so voll war wie am letzten Mal.

Eiffelturm

Zur Stärkung holten wir uns an einem der wenigen Imbissstände ein Bougette. Man hört ja immer wieder, dass die französische Küche eine der besten weltweit sein soll. Der Franzmann schneidet ja gerne mal dem Lurchi die Beine ab und lutscht die Schnecke aus ihrem Eigenheim, die sogenannte Haute Cuisine.

Unser Baguette hat jedenfalls geschmeckt wie Knüppel aus dem Sack. Hartes Brot, schlapprige Wurst und ein Käse, an deren Ränder man sich die Pulsadern aufschneiden kann. Das Ganze zum Vorzugspreis von 4,50 €. Super, vielen Dank liebe Sterneküche.

 

Eifelturm
Eifelturm

Nach diesen üppigen Mal, dürstete es uns. Da es fast an keinem Imbiss Bier zu kaufen gab, gönnte ich/wir uns ein kaltes Wasser. Bei einem kleinen Imbisswagen in der Nähe des Eiffelturms konnte man für 2,- € eine 0,5-Liter-Flasche mit stillen Wasser kaufen.

Ich möchte niemanden etwas unterstellen, aber wenn ich in Deutschland eine NEUE Kunststoffflasche öffne, ist der Verschluss mit der Flasche verbunden und es knackt beim Öffnen. (Ein Zeichen, das die Flasche noch nicht geöffnet wurde) der Verschluss unsere Flaschen hingegen war nicht verbunden und machte auch keinerlei Geräusche. Ich sag mal so, für Seinewasser hat es gar nicht so schlecht geschmeckt.

So richtige Lust hatten wir eigentlich nicht mehr aber eine 1 stündige Bootsfahrt auf der Seine ist wohl noch drin.

Fahrt auf der Seine

Nicht weit, am Fuße des Eiffelturms, liegen Ausflugsdampfer am Ufer. Für 11,- €;; (Kinder 6,- €;) schippert man gemütlich 1 Stunde entlang vieler Sehenswürdigkeiten. Es werden aber auch längere Fahrten angeboten. Die Schleusenfahrten dauern ca. 2,5 Stunden und eine Lichterfahrt auf dem Restaurantschiff schlägt mit 4,5 Stunden zu Buche.

Leicht hungrig und fertig vom Tag, ging’s wieder mit der Metro zurück ins Hotel. Da sich in Paris die Preise gewaschen haben, war ich froh, dass direkt neben unserem Hotel ein kleiner Supermarkt geöffnet hatte. Noch ein Sechserträger Bier geholt und ab ins Hotel. Beim Ansetzen der ersten Flasche sah ich, dass es nur 0,25iger waren. Knapp 5,- € fand ich dafür dann doch etwas teuer. Aber nicht gegen die Sonnencreme, die wir am nächsten Tag für sage und schreibe 17,- € kauften mussten.

Disneyland + Disney Universal-Studios

Disneyland Paris
Disneyland Paris
Disneyland Paris
Disneyland Paris
Disneyland Paris
Disneyland Paris

Vom Disneyland gibt es nicht viel zu schreiben. Ein Park wie viele andere, wenn auch die Disneyparade wirklich nett gemacht ist. Leider sind wir erst sehr spät in die direkt neben dem Disneyland gelegenen Universal Studios gegangen. Wir hatten somit nur ca. 1 Stunde Zeit, bevor sie die Tore wieder schlossen. Das Hollywood Tower Hotel (Tower of Terror) war für uns die absolute Attraktion. Umso mehr ärgerten wir uns, dass wir zu lange im Disneyland rumgetrödelt haben. Sollte ihr Mal in den Universal Studios vorbeischauen, gönnt euch unbedingt dieses abgefahrene Erlebnis.

Kurzbeschreibung:
Etwa 20 Menschen betreten ein riesiges runtergekommenes Hotel. Es ist dunkel und nach einiger Zeit öffnet sich eine große Fahrstuhltür hinter der ca. 20 Personen in einem Käfig Platz nehmen können. Ein blasser wortkarger Liftboy weist jedem Einzelnen seinen Sitzplatz zu. Die Türen schließen sich und der Fahrstuhl setzt sich in Bewegung. Stille, dann geht es im freien Fall 13 Stockwerke abwärts. Ein unglaubliches Gefühl. So schnell, wie es runter geht, schießt der Lift auch wieder hoch. Dazu kommt, dass sich die Fahrstuhltüren bei jedem Halt plötzlich öffnen und einem jedes Mal ein anderer Ausblick gewährt wird. Lasst euch einfach überraschen. Wer mehr darüber erfahren möchte, findet im Internet jede Menge Infos.

Abreise mit Hindernissen

Die Zeit ist wieder zu schnell vergangen und es geht zurück in die Heimat. Normalerweise wollte ich nicht über den Abreisetag berichten, da dieser aber nicht normal verlief, schreibe ich ihn als Erinnerung für mich nieder. Geplante Abreise war am Donnerstag. Wir standen in der Früh auf und fuhren wie auch die Tage zuvor mit der Metro. Nach mehrmaligem Umsteigen erreichten wir den Flughafen Charles de Gaulle. Bis zum abheben unseres Flieger um 13:30 Uhr hatten wir noch 1 ½ Stunden Zeit. Ich möchte unsere Abreise nicht allzu sehr in die Länge ziehen, daher unser Abreiseversuch nur in Stichpunkten.

  • Donnerstag 12:00 Uhr Ankunft Flughafen Charles de Gaulle
    • Stimmung: ist gut
    • alles verläuft Planmäßig
  • Donnerstag 12:15 Uhr Einchecken und passieren der Sicherheitsschleuse
    • Stimmung: weiterhin gut
    • bald zuhause, freue mich schon meine Bilder zu sichten
  • Donnerstag 13:00 Uhr Anzeige meldet Verspätung, Abflug jetzt 14:30 Uhr
    • Stimmung: leicht sauer
    • leichte Geräuschkulisse von den Fluggästen zu vernehmen
  • Donnerstag 14:00 Uhr: Anzeige meldet erneute Verspätung, Abflug jetzt 16:30 Uhr
    • Geräuschkulisse wird lauter
    • leichte Wutanfälle meinerseits
    • aufgebrachte Fluggäste sammeln sich um Flughafenschalter und versuchten näheres zu Erfahren. Es ist die Rede von nur 1-2 streikenden Franzosen, keiner weiß etwas Genaues.
  • Donnerstag 16:00 Uhr:
    • ich begebe mich zu der aufgebrachten Menschenmenge, in der Hoffnung nähere Informationen zu erfahren
    • andere Flüge scheinen nicht betroffen zu sein
  • Donnerstag 16:10 Uhr: Anzeige meldet wiederum erneute Verspätung, Abflug jetzt 18:30 Uhr
    • Stimmung vollständig im Arsch
    • einige Fluggäste teilten ihren Unmut lautstark mit
    • keiner kann eine klare Auskunft geben. Selbst die Damen am Schalter wissen nicht wie es weiter geht
    • für einige Passagiere ist Paris nur ein Zwischenstopp, sie haben bereits einen 12stündigen Überseeflug hinter sich
  • Donnerstag 16:30 Uhr: Anzeige unverändert
    • aus irgendeiner Ecke drang die Ansage durch, dass die Flüge ersatzlos gestrichen werden könnten
  • Donnerstag 17:10 Uhr: Anzeige unverändert
    • Hoffnung - Plötzliche Aufruhe, eine deutsche Frau übersetzte uns das Gemurmel des Bodenpersonals folgendermaßen: Wenn der Flieger mit allen Passagieren bis 17:50 Abflugfertig auf dem Rollfeld steht, könnten wir los fliegen.
  • Donnerstag 17:45 Uhr: Anzeige unverändert
    • lle Passagiere (bis auf einen) waren an Board. Die Stewardessen schlossen die Gepäckfächer und alle warteten auf den noch fehlenden Arsch. Hinter mir hörte ich leise Lynchvorschläge von anderen Fluggästen
  • Donnerstag 17:48 Uhr: Alle Passagiere sind an Bord
    • Auch der letzte Gast ist endlich zugestiegen. Anspannung in allen Gesichtern erkennbar
  • Donnerstag 17:55 Uhr: Geräusche zu vernehmen
    • Klingt nach startenden Turbinen, endlich?
    • Mist, Geräusche kommen vom Gepäckraum, Gepäck wird wieder ausgeladen
    • Starterlaubnis verweigert, alle Passagiere müssen Flieger wieder verlassen
  • Donnerstag 18:00 Uhr Anzeige unverändert
    • Resignation - ich laufe nachhause
    • Passagiere wieder vollständig am Schalter versammelt, Wut mischt sich mit Sorge, geht heute evt. kein Flug mehr?
  • Donnerstag 18:20 Uhr Neuigkeiten
    • Flüge sind Ersatzlos gestrichen
    • Kein Mitarbeiter gibt uns weitere Auskunft
  • Donnerstag 18:30 Uhr Chance für Gepäcklose
    • Vereinzelte Passagiere, die ohne Gepäck reisen, nutzen das Angebot und Fliegen in eine andere Deutsche Stadt, um von dort mit einem anderen Flieger an Ziel zu kommen
  • Donnerstag 18:50 Uhr Die Entscheidung: warten auf dem Flughafen oder im Hotel Übernachten und nächsten Tag fliegen
    • Air France spendierte eine Übernachtungsmöglichkeit in der Nähe. Einige Fluggäste hielten die Stellung und hofften auf eine Starterlaubnis in der Nacht
  • Donnerstag 20:00 Uhr Ankunft im Hotel
    • Gute Entscheidung
    • Abendessen inklusive, gegessen wurde was reinpasst
    • 2 Bier im Restaurant getrunken, am Getränkeautomaten noch 2 Büchsen (Bier) gezogen
    • Fernseher im Hotelzimmer: Glücklich,
    • Kein deutscher Sender: Merde,
    • öffne genüßlich mein Bier: den Tränen nah, drittes franzsösiches Wort gelernt: PERRIER heiß ein Mineralwasser in Frankreich. Die Büchse war Grün und sah zu 100% wie ein Bier aus.
  • Feitag 05:40 Uhr Frühstück
  • Feitag 06:20 Uhr Ankunft am Flughafen Charles de Gaulle
    • leichte Begrüßung der Bekannten Gesichter durch Kopfnicken,
    • aufpassen wo man hintritt, es liegen überall noch Passagiere vom Vortag rum.
  • Probleme beim Einchecken
    • Bitte nicht
    • Nachdem vorzeigen unserer Bordkarten stand unsere Tochter nicht auf der Passagierliste. Erst nach einem Telefonat von der Hostess konnten wir nach bangen Minuten in den Flieger steigen.
  • Aufatmen - Wir haben es geschafft

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