Als Anfänger ist man gut beraten, die Aufnahmeprogramme der Kamera zu nutzen. Die Kamera stellt sich auf die jeweilige Aufnahmesituation ein und ihr erzielt in den meisten Situationen gute Ergebnisse. Später solltet ihr euch aber auf die Belichtungsprogramme M, A, S, P konzentrieren siehe Artikel, mit diesen lässt sich die Kamera genauer auf die jeweilige Situation einstellen. Spiegelreflexkameras der oberen Klasse verfügen in der Regel nicht über "Aufnahmeprogramme". Profis und ambitionierte Hobbyfotografen verlassen sich ungern auf Automatiken. Besonders bei schwierigen Lichtverhältnissen ist es besser, manuell die Einstellungen der Kamera anpassen zu können.
Die Automatikeinstellung ist bestens für Schnappschussaufnahmen geeignet. Alle Einstellungen werden von der Kamera übernommen. Sie bestimmt den ISO-Wert, den Weiß Abgleich, Schärfe, Blende und die Belichtungszeit. Für den Anfang ist diese Einstellung empfehlenswert.
Ideal um schnelle und gute Porträtaufnahmen zu machen. Abhängig von dem benutzten Objektiv und der Entfernung zum Motiv, wird die Person stärker hervorgehoben und der Hintergrund verschwimmt (Tiefenschärfe). Teleobjektive sind für Porträtaufnahmen besonders geeignet, da man sich weiter vom Motiv entfernen kann und somit mehr Tiefenschärfe ins Bild bekommt. Der späte Nachmittag ist der beste Zeitpunkt um schöne Porträtaufnahmen zu machen. Die Sonne steht zu dieser Zeit sehr tief, das Licht wirkt weicher und es werden harte Schatten vermieden.
Der Blitz bleibt deaktiviert und wird auch bei schlechten Lichtverhältnissen nicht zugeschaltet. Zudem werden Farben, Kontraste und Konturen verstärkt. Für Landschaftsaufnahmen empfiehlt sich ein Objektiv mit einer Brennweite von 18mm - 24mm, besser 12-24mm.
Mit dieser Einstellung kann man kleine Gegenstände, wie Insekten oder auch Blumen exzellent in Szene setzten. Die Farben werden verstärkt, besonders die rot und grün Töne. Idealerweise besitzt man ein Makroobjektiv, aber auch Objektive mit Makrofunktion können erstaunliche Ergebnisse erzielen. Um bei längeren Belichtungszeiten Wackler zu vermeiden, empfehle ich euch ein Stativ zu benutzen. Der Blitz wird auf den ersten Vorhang synchronisiert.
Für Action und Sportaufnahmen ist diese Einstellung perfekt. Die Kamera stellt sehr kurze Belichtungszeiten ein, damit kann man schnelle Bewegungen gestochen scharf einfangen. Der Blitz bleibt deaktiviert. Durch gedrückten Auslöser (erster Druckpunkt) fokussiert die Kamera weiter, somit kann das Motiv verfolgt werden, um im richtigen Moment auszulösen. Bei Sportaufnahmen ist eine größere Brennweite von Vorteil.